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Das Matterhorn,  das Musical am Theater St. Gallen, vermag in jeder Hinsicht zu begeistern

Das Matterhorn, das Musical am Theater St. Gallen, vermag in jeder Hinsicht zu begeistern

Das Matterhorn, der Schweizer liebster Hausberg, drang bei der Erstbesteigung  am 14. Juli 1865 durch den Engländer Edward  Whymper, verbunden mit einer Tragödie, gross an die Öffentlichkeit und hat seither Weltberühmtheit erlangt. In allen möglichen Formen wurde das Matterhorn schon nachgebildet, sogar aus Schokolade.  

Aber ein Musical vom Matterhorn, das ist neu. Das Theater St, Gallen setzt mit seiner Welturaufführung dem Matterhorn, dem wahren Schweizer Urgestein, ein weiteres grossartiges Denkmal.  Das Premierenpublikum war dementsprechend hoch begeistert und zollte der Aufführung minutenlange stehende Ovationen.

Seit Jahren setzt das Theater St. Gallen neue Akzente mit seinen Musicalproduktionen. «Mit ‘Matterhorn’ präsentieren wir erstmals ein neues Musical, das auf ein Schweizer Thema zurückgreift», sagt Operndirektor Peter Heilker. Doch das ‘Matterhorn’ sei nicht einfach nur ein Musical über einen Berg, es sei auch eine packende Geschichte. über den Kampf des Menschen gegen die Natur und die Gier nach Anerkennung und Erfolg.

«Das Autorenteam erfüllt uns mit besonderem Stolz», betont der geschäftsführende Direktor, Werner Signer, und weist auf den international renommierten Musicalschreiber Michael Kunze, Buch und Liedertexte, und auf den Komponisten, den bekannten Songwriter Albert Hammond hin.  Die Orchestrierung nahm Koen Schoots vor. Der indische Filmregisseur Shekhar Kapur hat das Musical spannungsgeladen und ergreifend in Szene gesetzt.

Die Öffnung des Vorhangs lässt  schon  Grosses erahnen. Die Form des Matterhorns bildet sich zuerst schemenhaft heraus und erscheint danach unmittelbar im Hintergrund. Der Bühnenbildner  Peter J. Davison hat auf hervorragende Weise auch schwarz/weiss Zeichnungen von Whymper mit eingebaut – ein grandioses  Bühnenbild . Hervorragend sind auch die Lichteinsätze und hervorzuheben ist die Tontechnik. Schweizerische Elemente, neben englischen, italienischen und volkstümlichen, finden in der Musik, in der Chorographie  und in Teilen der Kostüme und Frisuren ihren Niederschlag.

Das Darstellerteam wirkt sehr präsent. In den Hauptrollen Oedo Kuipers als Whymper und Lisa Antoni als Olivia  Buckingham, glänzen in höchstem Masse mit ihrem Gesang und ihren Darstellungen. Sabrina Weckerlin als Orka, eine mystische Gestalt, vermittelt die Eiseskälte des Matterhorns in einer nicht einfachen Gesangspartie.

Erstmals in der Geschichte des Musicals kommt das Publikum in den Genuss eines Countertenors. Luigi Schifano verkörpert  die Rolle des verkrüppelten Luc Meynet stimmlich wie darstellerisch fantastisch. Benjamin  Oester, verkörpert den  Bergführer Jean-Antonine Carrel. Der Intrigant im Spiel ist absolut überzeugend. Die Rolle des Felice Giordana wird von Reinwald Kranner mit seiner schönen Stimme und mit viel Temperament  gestaltet. Besonders energiegeladen und ebenfalls mit schöner Gesangstimme  agiert Patricia Hodell  in der Rolle als Wirtin Catharina Seiler.

Matterhorn. Die nächsten Termine Samstag, 3.März,19.30 Uhr, Samstag, 10.März, 19.30 Uhr und Sonntag, 11. März, 17.00 Uhr.

 

Bild Theater St. Gallen

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