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Lohn. Zeit. Respekt. Frauen*streik 2019!

Lohn. Zeit. Respekt. Frauen*streik 2019!

Der heutige internationale Frauentag steht ganz im Zeichen des Frauen*streiks vom 14. Juni. In der ganzen Schweiz wird dafür an Veranstaltungen und in den Betrieben mobilisiert. Pünktlich zum 8. März hat der SGB auch seine Kampagnenwebsite zum Frauen*streik aufgeschaltet.

Unter www.14juni.chwww.14juin.ch und demnächst auch unter www.14giugno.ch finden sich Informationen zum Streik, Visuals zum Herunterladen, hilfreiche Kontakte und Materialien für die Mobilisierung zu einem erfolgreichen Streik.

Dass die Frauen 28 Jahre nach dem ersten Frauenstreik von 1991 wieder streiken werden, hat gute Gründe. Zwar steht seit 1981 in der Verfassung: «Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tatsächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.» Doch auch fast 40 Jahre später verdienen Frauen immer noch rund einen Fünftel weniger als Männer. Trotzdem hat die bürgerliche Mehrheit im Parlament die Revision des Gleichstellungsgesetzes fast bis zur Unkenntlichkeit verwässert. Dieser Krebsgang in Sachen Lohngleichheit, der Streit um die Erhöhung des Frauenrentenalters und der Sexismus im Alltag schüren den Unmut vieler Frauen.

Im Januar 2018 überwies der SGB-Frauenkongress einen Antrag, den Frauen*streik zu unterstützen und aktiv teilzunehmen. Im Juni begannen Aktivistinnen in der Romandie mit der Umsetzung. Und im Herbst 2018 beschloss der SGB-Kongress, zur Teilnahme am Frauen*streik aufzurufen. Ein Anfang 2019 veröffentlichtes Manifest der Collectifs romands macht klar: Es braucht grundsätzliche Veränderungen, um der Gleichstellung in unserer Gesellschaft zum Durchbruch zu verhelfen.

Der SGB hat die Forderungen des Manifests in Bezug auf die Arbeitswelt konkretisiert. Unter dem Motto «Lohn. Zeit. Respekt. Frauen*streik 2019!» sind die Hauptforderungen eine finanzielle und gesellschaftliche Aufwertung der Arbeit von Frauen, mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit und Respekt statt Sexismus am Arbeitsplatz. Entlang dieser drei Achsen fordern die Gewerkschaften konkrete Verbesserungen bei der bezahlten, aber auch bei der unbezahlten Arbeit. Heute machen Gewerkschafterinnen mit Aktionen, Kundgebungen, Ständen und Veranstaltungen auf den Streik aufmerksam und tragen die Forderungen in die Betriebe, insbesondere in Verkauf, Coiffure, Spitälern, öffentlichem Dienst und Hotellerie/Gastronomie, aber auch in der Industrie.

Zwei Tage später, am 10. März, findet in Biel eine nationale Versammlung zum Frauen*streik statt (Programm hier), an der sich Komitees, Organisationen und Einzelpersonen treffen, um den Streik zu lancieren sowie Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Bild: Frauenstreik19

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