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Gleichstellungsbedingt besser, doch mit Nachholbedarf

Gleichstellungsbedingt besser, doch mit Nachholbedarf

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat die Gleichstellung der Geschlechter in rund 156 Ländern untersucht. Die Schweiz hat dabei im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht und es auf Rang zehn geschafft. Das geht aus dem neuesten Global-Gendergap-Report hervor, der am Dienstag (30. März) veröffentlicht wurde. Im vergangenen Jahr stand die Schweiz noch auf Platz 18. Was hat sich also geändert?

Laut WEF hat das Land bis 2020 fast 80 Prozent seiner Geschlechterungleichheit abgebaut, was einer Verbesserung von 1,9 Prozentpunkten entspricht. An dieser Stelle spielt vor allem die politische Ebene eine Rolle: Die Frauenquote im Parlament ist im untersuchten Zeitraum deutlich angestiegen.

Gesundheit und Bildung: Hier hat die Schweiz noch Nachholbedarf

Weniger gut abgeschnitten hat die Schweiz dagegen in der wirtschaftlichen Beteiligung der Frauen: Hier hat es nur für Platz 39 gereicht. Der Grund ist laut Bericht die geringe Anzahl weiblicher Führungskräfte sowie ein hoher Anteil von Frauen, die in Teilzeit arbeiten. Auch der vergleichsweise kurze Mutterschaftsurlaub und der jüngst beschlossene Vaterschaftsurlaub haben Auswirkungen auf das Ergebnis.

Nachholbedarf gibt es etwa auch bei der Bildung (Platz 80) und im Gesundheitswesen (Platz 128). Laut Studie bestehen hier allerdings nur kleine Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern. Ganze 29 Länder teilen sich die Spitze im Bereich Gesundheit. “Der Geschlechterunterschied bei der Bildung und im Gesundheitswesen ist fast geschlossen”, heisst es im Bericht.

Skandinavien an der Spitze

Glänzen konnte im Ranking vor allem Skandinavien. So halten Island, Finnland, Norwegen, Neuseeland und Schweden die ersten fünf Plätze. Das Nachbarland Deutschland steht direkt hinter der Schweiz auf Platz zwölf, Österreich hat es auf den 21. Rang geschafft und Dänemark auf den 29. Rang.

Global betrachtet hat die Geschlechtergleichstellung im Vergleich zu 2020 jedoch einen Rückschritt gemacht. Gerade in grossen Städten ist die Gleichstellung nur wenig gefördert worden. Sollte sich an der Entwicklung nichts tun, würde es laut WEF noch länger als 135 Jahre dauern, bis auf der ganzen Welt eine Geschlechtergleichstellung herrsche.

Bild: swisspeace

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