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ABAKABA für Lohneinstufungen im Rahmen der Fairness und Gleichstellung

ABAKABA für Lohneinstufungen im Rahmen der Fairness und Gleichstellung

ABAKABA, ein Ausdruck, der wie ein geheimnisvoller Zauberspruch klingt, lässt erst einmal aufhorchen. Anlässlich einer Sitzung so ganz nebenbei gehört, stellte sich beim näheren Recherchieren heraus, dass ABAKABA für Frauen zukunftsvererändernd ist. Und: Es sind gleich einige Ostschweizer Institutionen unter den Referenzen vertreten.

Über «Faire Löhne» wurde gerade auch wieder im Rahmen des Frauenstreikes 2019 viel diskutiert, denn noch immer ist die gesetzlich verankerte Lohngerechtigkeit vielerorts nicht erreicht. Die Wissenschaftler Christof Baitsch und Christian P. Katz, die hinter ABAKABA stecken, beschäftigen sich seit den 1980er-Jahren mit der «analytischen Bewertung von Arbeitstätigkeiten nach Katz und Baisch, woraus sich auch der Name ABAKABA zusammensetzt. «Wir wollen für unsere Kunden einen spürbaren Mehrwert generieren», sagen sie, die davon überzeugt sind, dass die «Lohngerechtigkeit zum Erfolg einer Organisation beiträgt».

Der Wert einer Arbeit ist keine objektiv messbare Grösse, denn er beruht auf Wertmassstäben, die normalerweise nicht hinterfragt werden. Es ist beispielsweise klar, dass Arbeitstätigkeiten, die eine längere Ausbildungszeit erforderten, besser bezahlt sind. Es gibt auch Lohnzuschläge für erschwerte Arbeitsbedingungen wie Lärm oder Hitze, oder für Schichtarbeit – alles Anforderungen, die den Arbeitstätigen belasten. Und natürlich spielt die Arbeitsmarktsituation eine Rolle, wie auch die hierarchische Position, das Alter, die Leistung und die Dauer der Betriebszugehörigkeit. Wissenschaftlich begründen lassen sich solche ungeschriebenen «Normen» aber nicht.

Bei der summarischen Arbeitsbewertung wird die Wertigkeit einer Arbeit aufgrund vorher festgelegter Kriterien gesamthaft geschätzt, unter anderem nach den intellektuellen oder körperlichen Anforderungen oder nach speziellen Belastungen. Und selbstverständlich spielt auch die Stufung eine Rolle. Das meist eingesetzte Genfer Schema ist eine gute Grundlage für die analytische Arbeitsbewertung, doch es bietet keine fundierte, arbeitswissenschaftliche Anpassung an die veränderten Verhältnisse in der Arbeitswelt. Und: Es berücksichtigt nicht Aspekte wie Dienstleistungs- und Administrationsaufgaben, Anforderungen im Zusammenhang mit technologischen Entwicklungen oder die soziale Kompetenz. ABAKABA stellt sich dieser und weiterer wichtige Fragen und beurteilt eine Arbeitssituation in allen Bereichen.

«Ist es typisch für die Arbeit, dass Sie regelmässig persönlichen oder indirekten Kontakt mit Personen haben, die unter nicht von Ihnen beeinflussbaren schweren Krankheiten, psychischen und sozialen Problemen, Todesfällen usw leiden?», wird unter anderem gefragt. Und es wird gar tiefer gegraben, denn nicht jede/r Arbeitstätige kommt solchen Problemen in gleicher Weise nahe. Eine Pflegeperson zum Beispiel in der Palliative Care hat eine um ein Vielfaches intensivere Belastung auszuhalten, als eine Friefhofverwaltungs- oder eine Gerichtsperson. Entscheidungsfehler können etwa bei ChirurgInnen, TramführerInnen oder Pilotinnen verhehrend sein und im schlimmsten Falle Menschenleben gefährden.

«Jede Arbeitsbewertungssystem kann seine Tauglichkeit erst in der praktischen Anwendung beweisen», erklären die Köpfe hinter ABAKABA. Man habe darum die Praxistauglichkeit ihres Modelles in öffentlichen Verwaltungen und in privaten Grossunternehmen nach mehreren Faktoren geprüft. Gleichzeitig wird aber immer auch der VIWIV-Faktor (Verdiene ich, was ich verdiene?) im Auftrage des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Mann und Frau durchleuchtet. «Es ist ein relativ neuer Aspekt in der Diskussion um die Lohngerechtigkeit», so Katz und Baitsch in ihrem höchst lesenswerten Buch «Lohngleichheit für die Praxis – Zwei Instrumente zur geschlechtsunabhängigen Arbeitsbewertung».

Ob es ein taugliches Mittel sein kann, beschreibt Elmar Metzger, Gemeindepräsident von Flawil, so: «Wir haben 2017 unter Begleitung von Herrn Katz sämtliche Funktionen der Gemeindeverwaltung Flawil mit Abakaba bewertet und darauf aufbauend ein neues Lohnsystem eingeführt. Die Vorteile von Abakaba sehen wir in der wissenschaftlich basierten und konsequenten Systematik sowie der guten Erklärbarkeit. Vor der definitiven Einführung hatten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit, die Bewertung ihrer Funktion einzusehen und dazu Stellung zu nehmen. Dies schaffte Akzeptanz und Vertrauen des Personals in das neue Lohnsystem. Die Projektarbeit erfolgte effizient und zielgerichtet. Ergänzend wollen wir 2018 das Personalbeurteilungssystem Abakaba.Person einführen, um die individuelle Lohnentwicklung in Zukunft leistungsabhängig gestalten zu können.»

Und auch Alard du Bois-Reymond, CEO der Thurvita AG, Wil sagt: «Abakaba erfüllt unsere Ansprüche an ein zeitgemässes und gerechtes Lohnsystem bestens und passt zu unserer Unternehmenskultur. Insbesondere schätzen wir die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Einstufungen. Neue oder veränderte Funktionen können ohne grossen Aufwand ins System integriert werden. Mit Abakaba.Person verfügen wir ausserdem über ein Personalbeurteilungsinstrument, das einfach anzuwenden ist und die Eigenheiten der verschiedenen Funktionen berücksichtigt. Die Berechnung der jährlichen Lohnerhöhungen erfolgt systematisch und ohne Willkür. Die Zusammenarbeit mit der Abakaba AG ist unkompliziert und effizent.»

Auch Patrik Seiler, Leiter Personaldienst der Stadtverwaltung Wil ist von ABAKABA überzeugt. Das Instrument sei dort schon seit einigen Jahren im Einsatz. «Die darauf basierenden Bewertungen der Funktionen bieten uns eine objektive Grundlage für die stadtinterne Festlegung der Löhne und Gewähr für die Sicherstellung der Lohngerechtigkeit innerhalb der Stadtverwaltung.»

Ein gutes Feedback bekommt ABAKABA auch von Personalleiterin Annermarie Gerber von der Stadtverwaltung Burgdorf BE:
«In der praktischen Anwendung sind folgende positiven Aspekte erwähnenswert:

  • Das systematische, diskriminierungsfreie Bewerten von Anforderungen und Belastungen der verschiedenen Funktionen
  • Neue Stellen können mit telefonischer Unterstützung rasch provisorisch eingestuft werden
  • Anwendung eines einheitlichen Massstabes
  • Das Mitarbeitergespräch ist auf die Funktionsbewertung abgestimmt.»

Erfahren Sie auch hier mehr zum Thema im Beobachter-Bericht!

 

Bild: ABAKABA

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