Bikini-Figur im Mittelalter

Bikini-Figur im Mittelalter

Schönheitsideale waren schon immer ein Thema. Im Mittelalter galt der edle, zarte, feingliederige Köper als schön. Genau wie heute wurde das Schönheitsideal damals auch in Bildern, Skulpturen und anderen Darstellungen präsentiert und verbreitet. Dies ist zu sehen in der aktuellen Ausstellung: «begehrt, umsorgt, gemartert: Körper im Mittelalter» im Landesmuseum, Zürich bis 14. Juli 2024.

 

Schönheitsideale sind so alt wie die Menschheit. Sie werden immer von einer Gesellschaft geprägt.  Im Mittelalter Europas hatten vor allem die Frauen und Männer der höheren Stände Zeit und Geld, sich mit der eigenen Schönheit zu befassen. Diese Schönheitsideale spiegeln sich unter anderem in der Darstellung der christlichen Kunst wider.

Marienfiguren, Heiligenbilder und der Körper Jesu sind hier die Ideale der Schönheit und Vollkommenheit. Dazu gehörten auch eine reine, helle und glatte Haut, frisiertes langes Haar und dezent geschminkte Gesichter. Besonders gut lassen sich diese Schönheitsideale an Hans Memlings Adam und Eva (gemalt zwischen 1484 und 1490) ablesen.

Eva hat zierlich Brüste und feine Gliedmassen, sowie blondes langes Haar. Adam ist unbehaart und athletisch. Die Körper der beiden stehen für Mässigung und Enthaltsamkeit.

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