Das Vergewaltigungsspiel «Rape Day» wurde von Steam entfernt

Das Vergewaltigungsspiel «Rape Day» wurde von Steam entfernt

«In den letzten Wochen habt ihr vielleicht von einem Spiel namens ‘Rape Day‘ gehört, das in Kürze auf Steam erscheinen sollte. Heute haben wir beschlossen, den Titel nicht zu vertreiben. Nach unserer letzten Bekanntgabe denken wir, dass hier eine weitere Erklärung angebracht ist», berichtet die Gaming-Plattform Steam. Endlich, nach einem unendlichen Proteste-Hagel.

Wenn es um die Frage gehe, welche Spiele man auf Steam vertreibe, bleibe der Plattform nur zu reagieren. «Wir müssen schlichtweg warten und schauen, was uns über Steam Direct erreicht. Erst dann können wir die Risiken ermessen, die ein Titel für Valve, unsere Entwicklungspartner oder unsere Kunden bedeuten könnte. Nach ausführlicher Prüfung der Faktenlage und Diskussionen denken wir, dass ‘Rape Day’ unerwartete Kosten und Risiken darstellen könnte, darum wird es nicht über Steam erscheinen», argumentierten die Betreiber der Plattform in einer Medienmitteilung. Mögliche Kosten und Risiken sind also der eigentliche Grund, nicht die bedenklichen und gewaltfördernden Inhalte und der Aufruf, sich doch spasseshalber einen Vergewaltigungs- und Mördertag zu gönnen.

Dabei respektiere man den Wunsch von Entwicklern, sich auszudrücken, denn der Zweck von Steam sei, Entwicklern zu einem Publikum zu verhelfen. Im Falle des Spiels ‘Rape Day’ sei es nun aber so, das der Entwickler beschlossen habe, Inhalte auf eine Art darzustellen, die es schwer machten, ein Publikum dafür zu suchen. Es handelt sich übrigens um ein Spiel, in dem der Spieler in die Rolle eines Serienmörders schlüpft, der während einer Zombieapokalypse Frauen vergewaltigen darf. Auf der Produkteseite waren eindeutige Texte und unzensierte Renderbilder zu sehen. Dabei schienen die Zombies eher Mittel zum Zweck zu sein. Sie geniessen es nur, das Fleisch warmer Menschen zu fressen und sie brutal zu vergewaltigen. ‘Rape Day’ sei eine «Choose-your-own-adventure-visual-Novel und führe direkt und ohne Umschweife an das Ziel: «Lass das Vorspiel einfach weg und geniesse den Rape Day, denn du hast es dir verdient».

Die US-Gamerin und Bloggerin Anita Sarkeesian rechnet nach einer Woche Gamens ab!

Text und Bild: Steam / Watson / Wikipedia

Gedanken 

Als «bloss schwarzen Humor» beschreibt der Entwickler den Inhalt seines Games ‘Rape Day’, doch Humor geht auf jeden Fall anders als so. Und: Humor hat mit Gewalt überhaupt nichts zu tun, denn Gewalt ist für die Opfer ganz sicher kein Spass. ‘Rape Day’  ist  aber nicht das erste Game auf dem Markt, das Vergewaltigunsszenen beinhaltet und auch Foltern und Töten sind für einige Gamer schlicht ein «Spiel».

Man könne sich in einer Gesellschaft klar dafür entscheiden, wo der Spass beginne und wo er zu Ende sei, meinen Experten. Vergewaltigungsszenen und Gewalt an Kindern gehörten mit Sicherheit aber nicht dazu. Nach unendlichen, negativen Reaktionen in Sozialen Medien hat Steam schliesslich reagiert und das Game entfernt. Die Frage bleibt nur, wieso so etwas überhaupt auf eine solche Plattform kommt.

Übrigens, das Game ist innoffiziell auf anderen Plattformen dennoch erhältlich. Wo ein Angebot besteht, da gibt es auch ein Publikum!

Cornelia Forrer
Redaktionsleiterin

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