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Die Toggenburgerin Lena Müller nimmt an der Olympiade teil –  Fünf neue Sportarten an Tokio 2020

Die Toggenburgerin Lena Müller nimmt an der Olympiade teil – Fünf neue Sportarten an Tokio 2020

Die Olympiade in Tokio im Jahr 2020 trumpft mit fünf neuen Sportarten auf. Dabei sein wird auch die jetzt 15-jährige Lena Müller aus dem Toggenburg. Die Snowboarderin und Skaterin ist eine ganz grosse Medaillenhoffnung für die Schweiz.

Sie ist jung, frisch und flink auf vier Rädern. Die 15-jährige Nesslauerin ist mit ihrem Skateboard an Olympia 2020 dabei. Sie ist die erste Skaterin, welche die United Scholl of Sports in St. Gallen besucht und sieht optimistisch nach Tokio. «Olympia ist ein Traum, der in Erfüllung gehen kann»,freut sich die Teenagerin, die als eine der grössten Hoffnungen für eine Medaille für die Schweiz in der neu aufgenommenen Kategorie gilt.

Lena ist auch eine starke Snowboarderin und kann sich kaum für eine der beiden Kategorien entscheiden. Das sei unmöglich. Und die beiden Sportarten Skateboard und Snowboard ergänzten sich geradezu perfekt, denn viele Tricks gleichen sich, auch wenn man mit dem Skateboard keine Saltos machen kann. Lenas Mutter ist Snowboard-Lehrerin, weshalb Klein Lena damit begonnen hat. Fürs Training hat sie dann auch das Skateboard verwendet und gemerkt, dass es ihr ebenso gefällt. Ohne Unfälle ging es hingegen nicht, so hat sich die Toggenburgerin mit elf Jahren acht Wirbel gebrochen und drei Monate im Korsett gesteckt. Kein Grund aber für Lena, von ihrer Leidenschaft zu lassen!

Etwas Geschichte geschrieben hat Lena Müller bereits, ist sie doch die erste Skaterin, welche die United School of Sports in St. Gallen besucht. Die Ausbildung für den Spitzensportnachwuchs verbindet Training und Schulbildung perfekt und endet schliesslich mit einem kaufmännischen Abschluss. Lena drückt nun mit Fussballern, Handballern, Synchronschwimmerinnen, Reiterinnen, Skifahrern und Snowboardern die Schulbank. «Man kann bei allem etwas mitnehmen», verrät sie und die meisten fänden es cool, dass ein Mädchen skate. Im Skatepark in St. Gallen und in einer Halle in Bazenheid verfeinert sie täglich ihre Kunst und wird auch regelmässig von Nationaltrainer Sascha Leutwyler in Winterthur trainiert.

Der Verband «SwissSkateboard» wurde von Präsident Urs Morgenegg im Jahr 2006 gegründet. «Wir haben auf die baldige Olympia-Aufnahme spekuliert und konnten erste Strukturen schaffen», doch es gebe noch allerhand zu tun, sagt er. Besonders müsse auch Überzeugungsarbeit geleistet werden, wie dies bei den Snowboardern in der Szene nötig war. Ob es cool sei, Olympia-Status zu geniessen, spalte die Szene, denn einige fänden damit die Idendität des Freestyle-Sports zerstört. Lena will aber unbedingt nach Tokio fahren.

 

Neue Olympia-Sportarten neben Skateboard

Karate:
Elena Quirici (24) ist zweifache Europameisterin und will Olympia-Edelmetall. Mit Ramona Brüderlin, Fabienne Kaufmann und Noemie Kornfeld kommen weitere Karate-Ladies für einen Olympia-Start in Frage. Aber Achtung: Nur die acht weltbesten Frauen kriegen ein Ticket!

 

Klettern:
Extra für die Premiere in Japan wurde ein neuer Mehrkampf-Modus mit den drei Kletter-Disziplinen Lead, Speed und Bouldern kreiert. Die ganz grosse Hoffnung auf Premieren-Gold ist Boulder-Weltmeisterin Petra Klingler (26)!

 

Baseball/Softball:
Bei den Frauen (Softball) steht die Schweiz auf Rang 32. Das bedeutet: Auf eine Olympia-Quali haben die beiden Teams keine Chance, denn nur die weltbesten Teams werden in Tokio um die Medaillen kämpfen.

 

Surfen:
Es wäre eine Sensation, wenn unter den 20 Frauen eine Schweizer Vertretung wäre. Für die Qualifikation sind die World Tour 2019 oder die World Surfing Games 2019 oder 2020 entscheidend. Aber selbst für die Surf-Nationen wird es hart: Nur zwei Athleten pro Land dürfen nach Tokio. In den USA, Brasilien oder Australien wird der nationale Cut wohl harter als Olympia.

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