Eröffnung des kleinsten Skigebietes der Welt
Wie sinnvoll es ist, inmitten der Stadt St. Gallen ein eigenes Skigebiet zu eröffnen, ist vielleicht fraglich. Doch immerhin ist es eine spannende Idee, eine Möglichkeit, etwas Besonderes auf die Beine zu stellen – und dies mit viel Teamarbeit.
Ganz sicher wird es ein Riesenspass, wenn am Samstag für zwei Monate das kleinste Skigebiet der Welt in St. Gallen eröffnet wird. Und wenn auch der Schnee sich möglicherweise rarmachen wird, gibt es immer noch Spass beim Après-Ski. Die Idee stammt vom Kunstverein «Geiler Bock».
Mit Hochdruck wurde daraufhin gearbeitet, rechtzeitig zu den Sportferien ein Skilift mit fünf Bügeln und eine Ski-Bar auf die Beine zu stellen. Die Arbeit ist getan und das Programm für die Eröffnungsfeier steht.
- 13 Uhr Türöffnung und Glühwein
- 14.30 Uhr Reden und Prosecco
- 15 Uhr Aktion Roman Signer und Startschuss Skilift
- 17.30 Uhr Lights ON Nachtskifahren
Es wurde dem Kunstverein ganz sicher nichts geschenkt, denn der Kantonsrat strich die Gelder. Darum hat man eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Von den nötigen 45’000 Franken wurden inzwischen 66 Prozent erreicht. Und wenn auch nicht mehr viel Zeit fürs Sammeln bleibt, sind die Verantwortlichen doch überzeugt, dass man es letztlich schafft, mit dem Verkauf von Kunstwerken und weiteren Spenden, die gesamten Mittel aufzubringen.
Das grösste Problem ist indessen, dass es kaum Schnee gibt, denn man will keinen Kunstschnee auf der Piste. Die Stadt St. Gallen hat versprochen, den frisch gefallenen Schnee der geräumten Strassen zur 20 Meter langen Piste zu bringen. Es bleibt nun zu hoffen, dass Petrus sich gnädig zeigt und noch etwas des gewünschten weissen Goldes schickt.
Und wenn der Schnee ausbleibt, so erzählt Stüssi: «Dann bleibt die Piste eben grün und die Besuchenden vergnügen sich in der Après-Ski-Bar. Im Fokus stand ja sowieso immer das Kunstprojekt. Und gibt man die Hoffnung nicht auf, findet sich sicher bald auch der Schnee ein.
Die meisten Befragten, freuten sich über das Projekt und möchten gerne auch vorbeischauen. Die Idee sei kreativ. Zeige sich Schnee, möchten viele die Piste ausprobieren. Die Nachbarschaft jedenfalls freut sich über das Projekt und zeigt viel Goodwill. Vergangene Woche wurde ein Spaghetti-Plausch mit den Nachbarn und den Kunstschaffenden durchgeführt. Und wenn auch einige der Nachbarn Lärmemissionen befürchten, freuen sie sich dennoch über das einzigartige Projekt.

So viel kostet das Skifahren im kleinsten Skigebiet der Welt:
- Tageskarte: CHF 80.00 (mit dem Beitrag wird das Projekt unterstützt)
- Mehrfahrtenkarte (13 Fahrten): CHF 5.00
Mehr zum kleinsten Skigebiet der Welt und zur Crowdfunding-Kampagne der Künstler!