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Erstmals eine Frau an der Spitze des grössten Sportverbandes der Schweiz

Erstmals eine Frau an der Spitze des grössten Sportverbandes der Schweiz

Der Zentralvorstand des Schweizerischen Turnverbandes hat die gebürtige Aarauerin Béatrice Wertli zur Direktorin gewählt. Die 44-Jährige tritt das Amt Anfang März 2021 an.

Béatrice Wertli heisst die neue Direktorin des Schweizerischen Turnverbandes (STV). Die Kommunikationsberaterin wird per 1. März 2021 die operative Führung des grössten Schweizer Sportverbandes übernehmen. «Wir freuen uns sehr, mit Béatrice Wertli eine sehr erfahrene und dynamische Persönlichkeit für das Amt der Direktorin gefunden zu haben», sagt Zentralpräsident Fabio Corti. «Wir sind überzeugt, dass Wertli mit ihrem Knowhow in Sport, Leadership und Kommunikation, sowie ihrem grossen Netzwerk, die ideale Besetzung ist, um den STV weiterzuentwickeln und in die Zukunft zu führen.»

Von der Politik in den Sport
Die 44-jährige Aarauerin studierte an der Universität Genf Internationale Beziehungen. Anschliessend arbeitete sie in verschiedenen Führungspositionen bei der Schweizerischen Post und am Bundesamt für Sport sowie als Kommunikationschefin und Generalsekretärin der CVP Schweiz. Zurzeit ist sie als Senior Consultant bei der Marketing- und Kommunikationsagentur Enigma in Bern und Genf tätig. Als Politikerin gehörte Wertli von 2009 bis 2013 dem Berner Stadtrat an. Seit 2018 ist sie Präsidentin der CVP Kanton Bern. Um sich vollständig auf die neue Aufgabe zu konzentrieren wird Wertli dieses Amt per Ende Februar 2021 abgeben.

Sport als zentraler Baustein
«Sport ist meine Leidenschaft und meine DNA. Ich werde meine Energie in den Dienst des Sportes stellen, weil ich davon überzeugt bin, dass Sport ein zentraler Baustein für eine dynamische Entwicklung unserer Gesellschaft sein kann und sein muss», äussert sich Béatrice Wertli über ihre neue Aufgabe als Direktorin des STV. «Ich werde mich für einen fairen und achtsamen Sport einsetzen, der den Menschen und seine gesunde Entwicklung in den Mittelpunkt stellt. Dies gilt für den Spitzensport ebenso wie für den Breitensport.»

Sie übernehme eine verantwortungsvolle Aufgabe in einer für den STV schwierigen Lage, sagt Wertli weiter. «Auf uns, das ganze Team der Geschäftsstelle und viele Freiwillige, wartet viel Arbeit. Ich freue mich darauf, diese konstruktiv anzugehen und – als erste Frau in dieser Funktion – auch neue und andere Sichtweisen in die Entwicklung des STV einfliessen zu lassen».

Ende Januar erste Ergebnisse
Der Schweizerische Turnverband wird für Ende Januar 2021 zu einer Medienkonferenz einladen. Themen sind der Bericht zur Untersuchung der Rhythmischen Gymnastik in der Schweiz  (NZZ-Artikel zu den Vorwürfen). Zudem wird der STV die neue Führung mit Zentralpräsident Fabio Corti und der Direktorin Béatrice Wertli vorstellen.

Text: STV | Bild: Frederike Asael, Fotografin

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