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Fleisch ethisch und vorreiterhaft produziert – Schweizer Tierschutz präsentiert KAGfreiland und Natur Konkret

Fleisch ethisch und vorreiterhaft produziert – Schweizer Tierschutz präsentiert KAGfreiland und Natur Konkret

Die Umfrage an der Fachtagung des Schweizer Tierschutzes STS zeigte es klar: «KAGfreiland» ist ein Label, das jeder kennt. Anders ist es mit dem Label «Natur Konkret», das sich ebenso einzigartig entwickelt.

Als das Label «KAG» anfangs der 1970er-Jahre als «Konsumenten-Arbeitsgruppe für tier- und umweltfreundliche Nutztierhaltung» gegründet wurde, dachte niemand an den nachhaltigen grossen Erfolg. Was einst auf das Ei reduziert zu sein schien, hat sich zu einer ansehnlichen Institution entwickelt, die es bei Umweltfragen ernst zu nehmen gilt. Der Name ist denn auch Programm, steht er seit rund zehn Jahren für «Konsequent Artgerecht Gehalten». Die Umwelt- und Tierschutzthemen werden umfassender und konsequenter besetzt. Geht es um Tiertransporte oder um Freiland- und Nutztierhaltung, hat das KAG-Label die Nase voraus. Projekte wie «Eber statt Kastraten», «Lokal schlachten» und «Kombihuhn» waren ebenso wegweisend für Diskussionen und Gesetzesänderungen, wie «Horn auf» oder «Stopp Käfigfleisch».

Genuss mit Hirn und Herz

An der Umfrage an der Fachtagung des Schweizer Tierschutzes STS in Olten erstaunte es somit keinen, wie bekannt das KAG-Label ist. So hatte nicht nur jeder den Namen schon gehört, sondern wussten die meisten Details über die Arbeit. Co-Geschäftsleiterin Melanie Hohl stellte den Gästen die aktuellsten Projekte vor. Dem Publikum gemäss, sprach sie über Wertschätzung für das Nutztier und über selektiven Edelfleischkonsum, der überzüchtete Tiere nach sich zieht, das Produkt abwertet und den Export verstärkt. Bei der aktuellsten Kampagne «All of it – Genuss mit Hirn und Herz» geht es darum, weniger beliebte Fleischstücke schmackhaft zu machen. Es wird dabei viel auf die Information für Produzenten und Konsumenten gesetzt. In Eat-Ins, mit Rezeptbüchern, Kochkursen und Workshops wird aufgezeigt, dass auch ein sogenannt minderwertigeres Stück Fleisch wertvoll und schmackhaft ist. «Wo ist Olaf?», wird in unterhaltsamen Werbeclips auf der Webseite der KAG gesucht. Es lohnt sich, ihn zu finden.

Natürlicher geht nicht

Eine Umfrage machte Guido Leutenegger, Betriebsleiter und Inhaber des Labels «Natur Konkret» aus guten Gründen nicht, denn es ist nur einem erlesenen Teil von Online-Kunden bekannt – und zahlreichen Feinschmecker-Restaurants und -Hotels. Natur Konkret steht für Mutterkuhhaltung, natürliche Fortpflanzung, Hornkühe, doppelte Gesetzesmenge an Natur, faire Arbeitsbedingungen und Fütterung mit Gras und Heu. Leutenegger erzählte den Gästen von seinem steinigen Weg, der sich aber in jeder Hinsicht gelohnt habe. «Das Label ist Inbegriff von Ursprungsqualität und besonderer Sorgfalt bei der Produktion, Verarbeitung und beim Vertrieb», erzählte er voller Stolz. Dass ihn einige dafür als komischen Kauz ansehen, kratzt den erfolgreichen Unternehmer nicht. «Tiere müssen ihre Verhaltens- und Sozialformen ausleben können und gefüttert und beschäftigt werden, wie es ursprünglich geschah», schloss er, wohl wissend, dass kein anderes Label auf der Welt auch  nur annähernd so naturnahe, ökologische oder ethische Produktion verlangt.

Bild cfo: Melanie Hohl, Co-Geschäftsführerin KAGfreiland und Guido Leutenegger, Inhaber von Natur Konkret (rechts) dürfen stolz auf ihre Labels sein, davon ist auch Cesare Sciarra, Leiter Kontrolldienst STS, überzeugt.

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