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Grün ist nicht einfach grün (Bundesratswahlen live auf SRF)

Grün ist nicht einfach grün (Bundesratswahlen live auf SRF)

Regula Rytz wird heute wohl nicht 120. Mitglied des Bundesrats und wird wohl nicht zehnte Bundesrätin. Nachdem die Grünliberalen bestätigt haben, dass sie keine Wahlempfehlung abgeben, steht fest: die Stimmen der 16 Grünliberalen werden sich aufteilen, in welchem Verhältnis verrät die Partei nicht. Das spielt aber auch keine Rolle, denn die grüne Kandidatin bräuchte nicht nur alle Stimmen der Grünliberalen, sondern noch viele der CVP dazu.

Dass die Grünliberalen die Kandidatin der Grünen, also jener Partei, aus der sie hervorgegangen sind, nicht unterstützen, erstaunt nur auf den ersten Blick. Grün ist eben nicht grünliberal.

Grün und grünliberal

Zwar haben beide Parteien im Zuge der «Klimawahl» vom Oktober historisch dazugewonnen. Aber jetzt zeigt sich wieder einmal, wie unterschiedlich die beiden Parteien sind.

Die Grünliberalen wollen grün sein und liberal. Sie pendeln also schon per definitionem zwischen dem bürgerlichen und dem links-grünen Lager, weshalb man sie unter dem Strich oft der Mitte zurechnet. Und als Mittepartei dem links-grünen Lager zu einem dritten Bundesratssitz verhelfen und damit allfälligen eigenen Ambitionen einen Bärendienst erweisen, ist für viele Grünliberale schwer vorstellbar.

Anspruch wird anerkannt

Im Wahlkampf sagte die Fraktionschefin der Grünliberalen, Tiana Angelina Moser, auf die Frage, wie sich ihre Partei im Zweifelsfall zwischen Ökologie und Wirtschaft entscheide, zuerst komme immer die Umwelt. Dass sich die Partei jetzt nicht zur Kandidatur der Grünen bekennt, begründet sie damit, dass Links-grün, also SP und Grüne, mit drei Bundesräten übervertreten wäre.

Andererseits finden die Grünliberalen, dass zwei FDP-Sitze rechnerisch ebenfalls zu viel sind. Und die Fraktionschefin sagte auch, man anerkenne den Anspruch der Grünen ausdrücklich. Nimmt man diese drei Aussagen zusammen, kommt man auf folgendes Szenario, das die Grünliberalen hier, wenn auch erst andeutungsweise, zeichnen: Die SP soll den Grünen einen Sitz abgeben und die FDP an die Mitte. Am liebsten wohl an die Grünliberalen.

Vor den Bundesratswahlen (SRF)

 

Verfolgen Sie die Wahlen live!
SRF überträgt die Bundesratswahlen vom 11.12. live ab 7.30 Uhr auf SRF1, auf srf.ch oder auf der SRF NewsApp.

DER TAG DER WAHRHEIT FÜR REGULA RYTZ (Tagesanzeiger)

Die Tamedia-Zeitungen berichten auf ihren Online-Portalen den ganzen Tag über aus dem Bundeshaus. Ab 7 Uhr können Sie die die Bundesratswahlen mitverfolgen anhand eines Live-Tickers, Videos, Hintergründen und Analysen. (red)

St. Galler Tagblatt online

Die Reihenfolge der Wahl entspricht der Amtsdauer:

Ueli Maurer
Simonetta Sommaruga
Alain Berset
Guy Parmelin
Ignazio Cassis
Viola Amherd
Karin Keller-Sutter

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