Ist die-Büffelhorn-Akazie Schützer oder Schlitzohr?
Was eine Büffelhorn-Akazie ist, das entzieht sich der Kenntnis der Allgemeinheit. Der Botanische Garten St. Gallen stellt diesen, mit Dornen behafteten Baum vor, den man im Tropenhaus bestaunen kann. «Der Nutzen der Dornen beschränkt sich aber nicht nur auf die für die Pflanze schützende Wirkung. Ein Beispiel des wohlwollenden, aber gleichzeitig raffinierten Besitz von Dornen liefert die Büffelhorn-Akazie», so die Information des Botanischen Gartens St. Gallen.
Die Büffelhorn-Akazie (Acacia Cornigera) im ersten Raum des Tropenhauses- erkennt man gleich an ihrer Höhe. Die gräulich-braune Rinde ist unscheinbar, doch der Baum wird um die 10 Meter hoch und ragt zwischen den benachbarten Sukkulenten weit heraus. Die auffallend grossen Dornen spriessen aus den Ästen der Akazie. Ihre zweiteilige Form, die an das Gehörn eines Stiers oder Büffels erinnert, gab der Büffelhorn-Akazie ihren Namen. Ursprünglich stammt der Baum aus Zentralamerika, wo er in den tiefliegenden Gebieten der Tropen gedeiht. Anders als bei anderen Akazien, fehlen der Büffelhorn- Akazie die nötigen Alkaloide, um sich gegen ihre Feinde zu wehren. Tierische Helfer bieten hierfür den nötigen Schutz.
Die Akazie lässt den Aufenthalt der Ameisen zu. Und die wehrhaften Tiere revanchieren sich, indem sie die natürlichen Feinde der Akazie bekämpfen. Um den Dienst der tierischen Leibgarde scheinbar zusätzlich zu verdanken, bietet die Akazie auf ihren Fiederblättern Futterkörperchen, die die Ameisen als Lohn für ihre Arbeit gerne entgegennehmen. Um eine harmlose Nascherei handelt es dabei nicht, denn ein Enzym im Nektar dieser Futterkörperchen sorgt dafür, dass die Ameisen keine Saccharose mehr verdauen können. Eine weitere Besonderheit, die der Symbiose mit den Ameisen geschuldet ist, ist das ständig grüne Laub, dass die Büffelhorn-Akazie behält, um die Ameisen zu schützen.
Aus der Garten-Agenda
Mittwoch, 20. August 2025, 18.00 -18.30 Uhr. Entdeckungsreise mit Dr. Nathalie Chardon, Leiterin des Botanischen Gartens: Wissenshäppchen zur aktuellen Ausstellung: «Unverblümt….» Anschliessender Apero im Naturmuseum.
Mittwoch, 27. August 2025, 18.00 bis 20.00 Uhr: Wintergemüse für Balkon und Garten mit Christine Odermatt, mit Anmeldung
Mittwoch: 3. September 2025, 17.30 bis 20.00 Uhr: Wildheckenfrüchte und Essbarer Stadtführung und Degustation mit Stefan Suter, mit Anmeldung
Sonntag, 7. September2025: 10.30 und 14.00 Uhr: Invasive Neophyten in der Stadt St. Gallen mit Renato Guidon.