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Klarer Entscheid: Es braucht eine Lohngleichheits- und auch eine Elternzeitinitiative

Klarer Entscheid: Es braucht eine Lohngleichheits- und auch eine Elternzeitinitiative

Eine halbe Million Menschen hat am 14. Juni am Frauenstreik die Strassen und Plätze der Schweiz besetzt. Dieser laute Ruf nach mehr Gleichstellung war für die SP ein Auftrag. Darum hat sie vom 14. bis zum 30. August in einem Online-Voting die sechs meistgenannten Forderungen des Frauenstreiks zur Abstimmung gestellt. Rund 2800 Interessierte entschieden mit, welche Initiative die SP im Nachgang zum Frauenstreik lancieren soll. Zwei Forderungen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Lohngleichheit und Elternzeit.

Eine Elternzeit, die diesen Namen verdient (752 Stimmen), ist zentral, damit sich beide Elternteile von Anfang an um ihre Kinder kümmern können. Die SP fordert daher einen Mutter- und Vaterschaftsurlaub von je mindestens 14 Wochen. Zusätzlich sollen beide Elternteile danach Anspruch auf mindestens 10 Wochen Elternzeit haben.

Lohngleichheit (800 Stimmen) ist seit 1981 in der Verfassung verankert. Trotzdem verdienen Frauen immer noch weniger. Der diskriminierende Anteil bei der Lohnungleichheit ist im letzten Jahr sogar gestiegen. Damit diese Ungerechtigkeit ein Ende hat, fordert die SP wirksame Bestimmungen: Betriebe ab einer bestimmten Grösse sollen zu regelmässigen Lohnanalysen verpflichtet und bei Nichteinhaltung sanktioniert werden.

«Es ist klar: Ein zahnloses Gesetz zur Lohngleichheit und läppische zwei Wochen Vaterschaftsurlaub sind der Bevölkerung nicht genug. Sie wollen echte Fortschritte sehen», sagt Nadine Masshardt, SP-Nationalrätin und politische Wahlkampfleiterin. «Deshalb wird die SP ihren Delegierten zwei Initiativen vorschlagen, die die SP möglichst gemeinsam mit Partnerorganisationen lancieren will.»

Anliegen breit abstützen

Die SP wird nun Gespräche mit möglichen Bündnispartnern suchen, denn diese wichtigen Anliegen müssen möglichst breit getragen werden. Die Delegierten der SP werden am 30. November über das weitere Vorgehen entscheiden. Selbstverständlich wird die SP auch die anderen Forderungen des Votings (Mehr Hilfe für die Opfer von Gewalt, Recht auf Kinderbetreuung, Weniger lange Arbeitszeiten zum Wohle aller und Anerkennung von Care-Arbeit) weiterverfolgen.

Bild: Frauenstreik 2019

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