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Teufen erhält Label «Kinderfreundliche Gemeinde» für weitere 4 Jahre

Teufen erhält Label «Kinderfreundliche Gemeinde» für weitere 4 Jahre

Am Sonntag wurde die Gemeinde Teufen AR zum zweiten Mal von UNICEF Schweiz als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet. Das Label ist nun für vier weitere Jahre gültig und ist an verschiedene zukünftige Massnahmen gebunden. Es steht für die Bestrebung, die Anliegen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen anzuhören und ihr Lebensumfeld kinderfreundlich zu gestalten. Für die kommenden vier Jahre legt Teufen einen Fokus auf die Information, Koordination und Kommunikation der bestehenden Angebote in der Gemeinde. Weiter arbeitet die Gemeinde an verschiedenen Angeboten für Kinder und Jugendliche und verfolgt ihren Einbezug und ihre Partizipation.

Im Rahmen des Jahrmarktes überreichte Markus Seitz, Delegierter von UNICEF Schweiz, auf der Bühne des Kulturmobils beim Spieleland der Gemeinde Teufen offiziell die Auszeichnung als «Kinderfreundliche Gemeinde».

Massnahmen für mehr Kinder- und Jugendfreundlichkeit
Bereits 2012 war Teufen bei den ersten Schweizer Gemeinden, die von UNICEF Schweiz als «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnet wurden. Damals hatte Teufen einen sehr umfassenden Aktionsplan erstellt und sich diverse Massnahmen vorgenommen. Heute bewegt sich die Gemeinde auf einem sehr hohen Niveau, was Kinder- und Jugendfreundlichkeit anbelangt. Besonders fallen eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Verwaltungseinheiten sowie ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Mitsprache und Partizipation von Jugendlichen auf. Für die nächsten vier Jahre hat Teufen einen neuen Aktionsplan erstellt, um die gesteckten Ziele weiter zu vertiefen. Ein wichtiger Punkt ist dabei, die verschiedenen Angebote für Kinder und Jugendliche zu kommunizieren, den Informationsfluss und die Koordination zu optimieren und Doppelspurigkeiten zu vermeiden. Die Kinder- und Jugendarbeit Teufen bietet diverse Räume und Erlebniswelten, Projekte und Aktionen mit und für Kinder und Jugendliche. Ihre politische Partizipation soll weiter gefördert werden, dies wird zum Beispiel mit den Schülerräten und der Kinder- und Jugendkommission realisiert. Drei Jugendliche sind vollwertige Mitglieder der Kommission. Sie werden durch den Gemeinderat ernennt und haben dieselben Rechte und Pflichten wie die anderen Mitglieder der Kommission. So lernen sie die politische Arbeit und ihre Wirkung kennen. Zusätzlich möchte Teufen ergänzende Angebote der Schulen aufzeigen und erweitern. Auch ein sicheres Verkehrskonzept mit Fuss- und Veloverkehrskonzept sowie die Gestaltung des Dorfzentrums und ein Spielplatzkonzept sind Teil des Aktionsplans. Kinder sollen sich selbständig bewegen können, mit Partizipation ihre Rechte und Pflichten wahrnehmen und so Verantwortung übernehmen. Markus Seitz ist beeindruckt von der Leistung der Gemeinde: «Der Weg, den Teufen seit einigen Jahren erfolgreich geht, ist bemerkenswert. Die Gemeinde ist diesbezüglich nicht nur Vorreiterin, sondern auch ein Vorbild für andere Gemeinden. Die Massnahmen bezüglich Kinder- und Jugendfreundlichkeit sind eine lohnende Investition in die Zukunft, zu denen ich herzlich gratuliere.»

UNICEF und die Kinderrechte in der Schweiz
Die UN-Kinderrechtskonvention ist seit 1997 in der Schweiz verbindlich. Sie verpflichtet die unterzeichnenden Staaten, die Kinderrechte mit gesetzlichen Massnahmen zu schützen. Alle Kinder haben ein Recht darauf, angemessen versorgt, gefördert und geschützt zu werden und sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Sie haben ein Recht auf Mitwirkungs- und Mitsprachemöglichkeiten bei der Gestaltung ihres Lebensraums. In der Schweiz liegt die Verantwortung zur Umsetzung der Kinderrechte bei den Kantonen und Gemeinden. Mit der Initiative «Kinderfreundliche Gemeinde» stellt UNICEF Schweiz Entscheidungsträgern von Gemeinden ein Instrument zur Verfügung, um ihre Programme und Projekte auf die Auswirkungen auf Kinder zu überprüfen und die Kinderfreundlichkeit zu steigern. Diese Hilfestellung ermöglicht eine systematische Umsetzung der Kinderrechte und stärkt die Teilnahme und Teilhabe von Kindern in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld. Schweizweit tragen 26 Gemeinden das UNICEF Label «Kinderfreundliche Gemeinde».

Mit dem Label «Kinderfreundliche Gemeinde» ausgezeichnete Städte und Gemeinden:
Arbon (TG), Arlesheim (BL), Baden (AG), Basel (BS), Bern (BE), Blauen (BL), Fehraltorf (ZH), Flawil (SG), Frauenfeld (TG), Freienwil (AG), Hitzkirch (LU), Laupersdorf (SO), Lausanne (VD), Lyss (BE), Rapperswil-Jona (SG), Reinach (BL), Rekingen (AG), Riehen (BS), Sion (VS), Teufen (AR), Triengen (LU), Uznach (SG), Wauwil (LU), Wil (SG), Zetzwil (AG), Zug (ZG)

UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat 70 Jahre Erfahrung in Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe. UNICEF setzt sich weltweit für das Überleben und das Wohlergehen von Kindern ein. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Umsetzung von Programmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, Wasser und Hygiene sowie der Schutz der Kinder vor Missbrauch, Ausbeutung, Gewalt und HIV/Aids. UNICEF finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige Beiträge und wird in der Schweiz durch das Schweizerische Komitee für UNICEF vertreten. Seit mehr als 50 Jahren setzt sich UNICEF Schweiz für Kinder ein – im Ausland wie im Inland.

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