Women and Mountaineering / Frauen im Bergsport | Tagung

Women and Mountaineering / Frauen im Bergsport | Tagung

Datum/Zeit
21. November 2018 - 23. November 2018
Ganztägig

Veranstaltungsort
Frauenmuseum Hittisau
Platz 501, Hittisau

Kategorien


Die internationale Tagung „Women and Mountaineering / Frauen im Bergsport“ findet von 21. bis 23. November im Frauenmuseum Hittisau statt. Organisiert wird die Veranstaltung von Prof.in Annette Hofmann (Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Deutschland und Präsidentin der International Society of the History of Physical Education and Sport – ISHPES), Assoz. Univ. Prof.in Martina Gugglberger (Johannes Kepler Universität Linz, Österreich) und Stefania Pitscheider (Direktorin des Frauenmuseum Hittisau, Österreich).

Ziel der Tagung ist es, internationale ExpertInnen zusammen zu bringen, die in den letzten Jahren zum Thema Bergsport und Frauen gearbeitet haben. Die Ergebnisse fließen 2019 in ein Schwerpunktheft des “International Journal of Sport History” ein, das beim Verlagshaus Routledge in London herausgegeben wird.

Die zwölf ReferentInnen kommen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark und beleuchten die Alpingeschichte aus frauen- bzw, geschlechterhistorischer Perspektive. Alpinismus gilt als Sport, der im Laufe seiner Entwicklung im besonderen Maße eine Verknüpfung mit männlichen Werten und Vorstellungen von (heldenhafter) Männlichkeit erfuhr. Bergsteigerinnen und ihre Leistungen wurden dementsprechend an den Rand gedrängt oder ignoriert.

In den letzten Jahren widmeten sich einige Untersuchungen und Bücher der Frage nach Geschlecht als Kategorie in der Alpingeschichte und analysierten Geschlechterverhältnisse und die Situation von Bergsteigerinnen mit neue Fragestellungen. Der Workshop „Women and Mountaineering / Frauen im Bergsport“ bietet ein Forum, die Ergebnisse dieser Forschungen zu präsentieren und im Fachkreis zu diskutieren.

Neben der Präsentation von Fallbeispielen aus den letzten zwei Jahrhunderten, werden vor allem die öffentliche Darstellung von Bergsteigerinnen in der Alpingeschichtsschreibung, aber auch in Medien und alpinliterarischen Texten im Mittelpunkt stehen. Daneben bilden Selbstpräsentationen von Bergsteigerinnen in Tagebüchern und Veröffentlichungen einen Schwerpunkt des Workshops. Ein Beitrag analysiert Filmaufnahmen einer internationalen Frauenexpedition in den Himalaya aus dem Jahr 1959. Einen Blick über den Rand Westeuropas hinaus wirft ein Vortrag, der die Situation von Bergsteigerinnen in der Sowjetunion der 1970er Jahre und deren internationale Vernetzung thematisiert. Der Workshop begreift Bergsport in einem weiten Sinn und bezieht auch den Schilauf am Beispiel der deutschen Schirennläuferin Christl Cranz mit ein.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Anmedlung:
kontakt@frauenmuseum.at, +43 5513 620930

Liste der Referentinnen mit biographischen Informationen:

Annette Hofmann
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Deutschland und Präsidentin der International Society of the History of Physical Education and Sport – ISHPES.

Martina Gugglberger
Assoziierte Universitätsprofessorin am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte der Johannes Kepler Universität Linz/Österreich; Forschungsschwerpunkte: Frauen- und Geschlechtergeschichte, Alpingeschichte, Missionsgeschichte, Nationalsozialismus.

Stefania Pitscheider Soraperra
Kunst- und Architekturhistorikerin, Kulturmanagerin, seit 2009 Direktorin des Frauenmuseum Hittisau.

Ingrid Runggaldier Moroder
Freie Publizistin und Übersetzerin in Bozen/Italien; Schwerpunkte: Frauenalpinismus, Geschichte, Film.

Délphine Moraldo
Soziologin und Doktorandin am Centre Max Weber Lyon; Forschungsschwerpunkte: Alpinismus, Biographieforschung; Disseratationsprojekt zur Soziologie der Exzellenz im britischen und französischen Alpinismus im 20. Jahrhundert.

Rosa Diketmüller
Assistenzprofessorin am Institut für Sportwissenschaft der Universität Wien/Österreich; Forschungsschwerpunkte: Geschlecht und Sport, Sporterziehung, Diskriminierung, Diversitätsforschung, Frauenalpinismus.

Carole Osborne
Senior Lecturer in Sport- und Freizeitgeschichte an der Leeds Beckett University/ Großbritannien; Forschungsschwerpunkte: Gender und Alpinismus in Großbritannien, Sport und Amateurwesen, Oral History, Sporthistoriographie.

Karen Stockham
MA-Lehrgangsleiterin für Erziehungswissenschaften an der Plymouth Marjon University/ Großbritannien; Forschungsschwerpunkte: Englische Alpinliteratur, Gender und Alpinismus, Outdoor-Pädagogik.

Eva Maurer
Leiterin der Schweizerischen Osteuropabibliothek an der Universität Bern/ Schweiz; Forschungsschwerpunkte: Alpinismus in der Sowjetunion, Geschlecht und Alpinismus, Bibliotheksgeschichte.

Eric Boutroy
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Claude Bernard Lyon 1; Forschungsschwerpunkte: Alpinsport, Technische Innovationen im Alpinsport, Risikoforschung, Himalayaismus.

Claire Roche
Doktorandin am Birbeck College, University of London/ Großbritannien, Geschlecht und Alpinismus.

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