69 Frauen Film Arbeit

69 Frauen Film Arbeit

Die 1974 in Berlin gegründete und seit 1983 in Frankfurt ansässige Filmzeitschrift »Frauen und Film« ist bis heute die einzige feministische filmtheoretische Zeitschrift Europas. Sie ging aus einem mit der neuen Frauenbewegung in Zusammenhang stehenden, veränderten Verhältnis zu Filmpraxis und -kritik hervor.

 

Anfangs stellte die Zeitschrift ein politisches Agitationsforum dar, das an der Entwicklung einer Frauenfilmpolitik und -kultur interessiert war. Die Autorinnen befassten sich mit dem herrschenden Kino, den praktischen Bedingungen von Filmproduktionen sowie der Ausbildungssituation. Vor allem setzte sich die Redaktion kritisch mit Sexismus in Film und Fernsehen auseinander und entwickelte eine feministische Filmkritik.

Der Wechsel von Berlin nach Frankfurt brachte auch inhaltliche Veränderungen mit sich: Der Charakter der Zeitschrift wurde akademischer, da die Frankfurter Redaktion einen Schwerpunkt auf Filmtheorieentwicklung und Filmgeschichtsschreibung legte, wobei sie in der Tradition der Frankfurter Schule standen. »Frauen und Film« publizierte als einzige Zeitschrift wichtige Übersetzungen aus dem angelsächsischen Raum und bietet damit einen Überblick über internationale Diskussionen und die weltweite Situation von Frauen und Film.

Das Heft ist beim Verlag AvivA erhältlich.

Wo treten Frauen beim Film in Erscheinung? In diesem Heft stehen die vermeintlich unscheinbaren Arbeiten des Berufsfeldes im Zentrum. Denn sie alle – Skriptgirls, Cutterinnen oder Maskenbildnerinnen – sind, durchaus im Wortsinne, Filme-Macherinnen, deren Rolle in einer hochgradig arbeitsteilig organisierten Filmproduktion im Sinne einer neu zu schreibenden Filmgeschichte beleuchtet werden muss.

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