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Das Streben der YENTL nach Gleichstellung kommt auf die Bühne zurück – Termin vormerken!

Das Streben der YENTL nach Gleichstellung kommt auf die Bühne zurück – Termin vormerken!

Die Solothurner Formation fe-m@il ist immer für eine Überraschung gut. Sie bringt demnächst die Geschichte der YENTL auf die Bühne zurück – und will mit vier Vorstellungen an den Grosserfolg aus dem Jahr 2007 anknüpfen.

Kaum eine Geschichte zeigt das Streben einer Frau nach Gleichstellung wohl so gut, wie jene der YENTL. Die polnische Jüdin, die im Jahr 1904 mit ihrem verwitweten Vater in einem polnischen Schtetl lebt, wird als Freidenkerin erzogen und im Talmud gelehrt. Sie stösst erst dann an geschlechtsspezifische Grenzen, als sie studieren will.

„Ich bin nicht für Nudelbrett und Auflaufschüssel geschaffen, für das Geschwätz mit törichten Weibern und das Gedränge am Holzblock des Metzgers“, denkt sie, wenn sie den zunehmenden Drang, studieren zu können, verspürt. Nach Vaters Tod wagt Yentl das Undenkbare, verkleidet sich als Junge und beginnt ihr Studium.

Immer wieder trifft Yentl auf Stolpersteine auf ihrem Weg, die das Unterfangen behindern. Dank ihres Humors und Mutes, dank ihrer Unbeugsamkeit und genährt mit dem unbändigen Willen, ihr hoch gestecktes Ziel zu erreichen, strebt Yentl voran. „Frauen brauchen keine Bücher, sie wissen alles, ohne ein Buch aufzuschlagen“, hört sie auf kritische Fragen. Was wünschte man(n) noch mehr…

Der Geschichte der wissbegierigen jungen Yentl, die sich dem Widerstand ihrer Umwelt stellt, begegnet man auch im Jahr 2018 immer wieder. Vielerorts wird jungen Frauen der Zugang zu Wissen und Gleichstellung verwehrt. Doch lehnen sich einige immer wieder auf, erkämpfen sich ihre Rechte, durchbrechen Mauern und Grenzen und finden ihren eigenen Weg.

Es ist eine nachdenkliche, fröhliche und kluge Geschichte, die der Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer geschrieben hat. 1983 entstand der Film YENTL von und mit Barbra Streisand. 2007 setzte fe-m@il die Idee um, das Ganze als inszenierte Lesung mit den Filmsongs von Michel Legrand zu verwirklichen, wofür die Gruppe im Jahr darauf mit dem Kulturpreis der Regiobank Solothurn ausgezeichnet wurde. Nach über 30 Vorstellungen in der ganzen Schweiz, die immer mit Standing Ovations belohnt worden, hat Yentl zusammen mit fe-m@il wieder die Koffer gepackt und macht sich auf den Weg – zusammen mit Tanja Baumberger (Gesang und Text), Marlis Walter (Klavier und musikalische Leitung), Liliane Fluri (Violine), Christoph Weibel (Violoncello) und Thomas Dietrich (Regie).

 

VXCO – Technische Unterstützung
fe-m@il – Idee und Produktion

Vorstellungen
  • Samstag, 24. 11. 2018, Zürich, grosser Saal RSS-Atelierschule
  • Freitag,    07. 12. 2018, St. Gallen,Theater Lokremise,
  • Samstag, 05. 01. 2019, Solothurn, reformierte Stadtkirche
  • Samstag, 12. 01. 2019, in Vinelz bei der Ref. Kirchgemeinde Vinelz-Lüschers

 

Bild: YENTL fe-m@il

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