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Der 1. Mai geht 2020 virtuell über die Bühne

Der 1. Mai geht 2020 virtuell über die Bühne

Die Veranstaltungen zum 1. Mai sind alle abgesagt worden. Ganz auf den «Tag der Arbeit» verzichten wollen die Gewerkschaften aber nicht. Damit geht er für einmal virtuell über die Bühne.

Wegen der Coronakrise sind Versammlungen verboten. Trotzdem planen die Gewerkschaften einen digitalen 1. Mai mit Online-Reden und Online-Diskussionen. Kann der Tag der Arbeit so funktionieren und könnte die Art der Durchführung sogar die Zukunft sein?

130-jährige Tradition

Seit 130 Jahren wird der Tag der Arbeit gefeiert und egal ob 1950, in den 1970er Jahren oder im letzten Jahr: Am 1. Mai machen Menschen miteinander in der Öffentlichkeit auf die gewerkschaftlichen Anliegen aufmerksam. Auch dieses Jahr will man nicht darauf verzichten. Vania Alleva, Präsidentin der Gewerkschaft Unia, ist überzeugt, den 1. Mai brauche es 2020 mehr denn je. «Arbeit und Solidarität sind unsere zentralen Themen. Und diese Themen waren in den vergangenen Wochen und werden in den kommenden Wochen zentral sein. Zum Beispiel die Gesundheit am Arbeitsplatz oder die Organisation der Arbeit, sind wichtige Themen», sagt sie.

Deshalb planen die Gewerkschaften für den Tag der Arbeit virtuelle Reden, Diskussionsrunden und Livestreams. Ein digitaler 1. Mai ist für Roberto Zanetti allerdings schwer vorstellbar. Der Solothurner SP-Ständerat feiert den Tag seit fast 40 Jahren und hat schon Dutzende Reden gehalten. Dennoch sieht der Arbeitersohn in der Coronakrise eine Chance: «Vielleicht sollten sich alle ein bisschen darauf besinnen, wer alles dazu beiträgt, damit unsere Gesellschaft einigermassen rund läuft, besonders in der Krisenzeit. Das sind nicht nur die Leute, die heute im Homeoffice sitzen», erklärt er.

Die digitalen Medien sind wichtig, doch das Gemeinsame und die soziale Vernetzung bleiben weiterhin wichtig für die Menschen. Besonders haben die Medien einen Dank verdient. Ohne sie könnte alles nicht über die Bühne gehen, ohne sie würde nicht informiert und Menschen könnten sich in Zeiten der Coronakrise nicht miteinander vernetzen. Den Gewerkschaften gehört ein weiterer spezieller Dank. Sie verfolgen ihre Ziele unbeirrt weiter und lassen sich (wie gewohnt) auch von Stolpersteinen im Weg nicht bremsen.

Quelle: SRF/cfo  / Bild: Gewerkschaft unia

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