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Die hoffnungsvolle Heilpflanze Zistrose

Die hoffnungsvolle Heilpflanze Zistrose

Der schwedische Naturforscher Carl von Linné vertrat die Ansicht, dass es sich bei der biblischen «Rose von Scharon» um eine Art Zistrose handelte. Zistrosen sind stark verzweigte, buschige Sträucher mit aromatischen Harz, dem Labdanum. Und diese Zistrose (cistus incanus) ist eine Heilpflanze, die unter anderem entzündungshemmend und antibakteriell wirkt.

Die Gattung ist im gesamten Mittelmeerraum und auf den Kanarischen Inseln verbreitet. Die grösste Artenvielfalt befindet sich im westlichen Mittelmeergebiet (Frankreich, Spanien) auf steinigen Flächen, oft auf kalk- und nährstoffarmen Böden.

Aus den Zweigen und Blättern mancher Zistrosen-Arten kann das Harz Labdanum gewonnen werden. Auf einigen griechischen Inseln wurden dazu Ziegen durch Zistrose-Bestände getrieben. Am Ziegenfell blieb das klebrige Sekret hängen. Die abgeschnittenen Haare wurden in siedendes Wasser gebracht. Nach der Abkühlung konnte das Harz abgetrennt werden. In Griechenland wird aus den Auszügen der graubehaarten Zistrose Kräutertee hergestellt.

Gegen etliche Viren gibt es bislang noch keine zugelassenen Medikamente. Neue Hoffnung macht nun ein Extrakt aus der Natur-Apotheke. Wissenschaftler um Stephanie Rebensburg vom Helmholz Zentrum in München haben Inhaltsstoffe der als Heilpflanze bekannten Zistrose (cistus incanus) untersucht. Bekanntlich kommt die Pflanze im gesamten Mittelmeerraum vor. Sie wirkt unter anderem entzündungshemmend und antibakteriell.

«Zudem wurden auch virostatische (virenhemmende) Eigenschaften an der Heilpflanze entdeckt. Die Forscher testeten kommerziell erhältliche Cistus incanus-Präparate, Zistrosen-Tee sowie Extrakte aus Blättern der Pflanze. Die Cistus-Präparate waren zwar nicht in der Lage, die Viren abzutöten. Sie konnten jedoch bei allen Experimenten deren Vermehrung stoppen und die vorhandenen Viren inaktiv machen. Laut den Wissenschaftlern blockieren die Zistrosen-Extrakte bestimmte Hüllproteine der Viren. Dadurch verhindern sie, dass die Viren an Wirtszellen andocken und eine Infektion auslösen können» schreibt die St. Galler Komplementärmedizinerin Dr. Esther Granitzer.

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