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Eine Prunkschlittenfahrt ist lustig – Eine Winterreise in die gute alte Zeit

Eine Prunkschlittenfahrt ist lustig – Eine Winterreise in die gute alte Zeit

Eine Schlittenfahrt ist lustig und erst noch mit einem Prunkschlitten aus der Barockzeit durch eine verschneite Landschaft. Wirklich vorstellbar beim Betrachten solcher Schlitten in der neuen Sonderausstellung «Prunkschlitten-Reise in die Barockzeit» im Kulturmuseum St. Gallen. Winterausstellungen haben in der St. Galler Museumslandschaft einen festen Platz und sind sehr beliebt. Da kommt die Ausstellung im Kulturmuseum gerade recht. Sie kann bis zum 2.März 2025 besucht werden.

 

Die Winterausstellung im Kulturmuseum St. Gallen ist der heute längst vergessenen Schlittenkultur und den fast vergessenen Schlitten aus der Sammlung des Museums gewidmet. Was muss das in der verschneiten Landschaft der früheren Jahrhunderte ein Anblick gewesen sein, wenn an Winterabenden im Mondlicht plötzlich prächtige Löwen oder Schwäne über die weissen Hügel und die vereisten Seen glitten, begleitet vom Schellengeläute der Pferde, die diese fantasievollen Schlitten zogen. Jeder dieser Rennschlitten war eine kostbare Einzelanfertigung, an der mehrere Handwerker der verschiedenen Berufszweige beschäftig waren.

Die Figurenschlitten waren sozusagen Statussymbol der besseren Gesellschaft und gehörten zum Lebensgefühl in der Barockzeit. Die Sitte, an Winterabenden im Konvoi Schlittenfahrten in die nahe Umgebung zu veranstalten, ist im Ausland an Königs- und Fürstenhäusern überliefert. In der Schweiz waren es gutbetuchte Familien der Städte, aber auch auf dem Land, die sich für die Schlittenfahrten begeisterten. Nach der Ausfahrt traf man sich dann in einer Gaststube.

Auf den Einspännern führen immer Paare, der junge Herr hinten hielt die Zügel in der Hand, die Begleiterin sass vor ihm im Damensitz. Beide kamen sich in der frostigen Nacht sehr nahe. Über solche Schlittenfahrten gibt es so manches Pikantes zu erzählen.

Am Sonntag, 15. Dezember, 11 Uhr, findet eine Führung mit Monika Mähr statt!

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