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Frauen wählen – Interview mit Ständerats- und Nationalratskandidatin Margrit Kessler, Altstätten

Frauen wählen – Interview mit Ständerats- und Nationalratskandidatin Margrit Kessler, Altstätten

Bin 66 Jahre alt, verheiratet, Mutter von vier erwachsenen Söhnen und sechsfache Grossmutter. Zudem bin ich bekannt als Patientenschützerin und kandidiere als bisherige Nationalrätin für die Grünliberalen. Damit meine Chancen steigen, nochmals gewählt zu werden, habe ich mich auch für den Ständeratswahlkampf entschieden. Mein Leistungsausweis in dieser Legislatur kann auf meiner Homepage www.margrit-kessler.ch unter Politik abgerufen werden.

Wer sind Sie? Stellen Sie sich in einem Satz kurz vor!

Laut Rating der Bilanz bin ich die wirtschaftsfreundlichste und eine der unabhängigsten Nationalrätin. Die Umweltverbände erteilten mir die Bestnote A.

Warum sind Sie Politikerin, und warum möchten Sie Ständerätin bzw. als Nationalrätin wiedergewählt werden?

Das Gesundheitswesen setzt jährlich 70 Milliarden um. Das ist gleichviel wie das Budget, welches dem Bund zur Verfügung steht. Als Expertin für Gesundheitsthemen möchte ich in Bern nochmals meinen Beitrag leisten. Einiges habe ich schon erreicht, es ist aber noch viel zu tun. Die Patienten haben keine Lobby, in Bern sitzen vorwiegend die Krankenkassenvertreter.

Gibt es Prioritäten, für die Sie sich besonders stark einsetzen möchten?

Neben dem Gesundheitswesen ist mir die Energiewende ein grosses Anliegen. Der Besuch in Fukushima hat mich darin bestätigt, dass der Ausstieg aus der Atomenergie notwendig ist. Wir können uns in einem so bevölkerten Gebiet, wie die Schweiz, keinen Unfall leisten. In 80 km Umfeld lebt die Bevölkerung mit hohen Belastungen von über 20 mSv pro Jahr, wobei in der Schweiz 1 mSv erlaubt ist. Die Menschen werden also schon in fünf Jahren eine Belastung von 100 mSv haben und für Krebserkrankungen prädisponiert sein. Die Entsorgung der Abfälle ist weder in Japan noch in der Schweiz gelöst.

Sehen Sie auch Möglichkeiten, sich im Parlament konkret für Frauen und Frauenanliegen stark zu machen?

In der GLP-Fraktion sind wir fünf Frauen und sieben Männer. Alle Geschäfte werden immer auch aus dem Blickwinkel der Frauenanliegen diskutiert und sehr oft auch durchgesetzt. Auch wir hätten gerne noch mehr Frauen in der Faktion.

Finden Sie es wichtig, dass Frauen zahlreicher im Parlament vertreten sind und warum?

Wenn zu wenig Frauen im Parlament sind, nehmen sie die gleichen Muster wie die Männer an, damit sie überhaupt gehört werden. Wenn die Frauen im Parlament gut vertreten sind, können sie die Geschäfte sachlich ohne Machtanspruch diskutieren.

Unsere letzte Frage nun: Gibt es noch etwas, das Sie uns frisch von der Leber weg sagen möchten?

Da mir die Listenverbindung mit den Mitteparteien verwehrt wurde, bin ich auf Listenstimmen der Grünliberalen angewiesen. Wollen die Wählerinnen, dass ich mich nochmals für Patientenrechte im Parlament einsetze, dann bitte ich sie die Liste der Grünliberalen Nummer 16 zu wählen. Nur wenn ich genügend Listenstimmen erhalte, wird mir der Einzug ins Parlament nochmals gelingen.

Eidg. Wahlen vom 18. Oktober 2015

www.frauen-waehlen.ch

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