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Hauptversammlung des Vereins ostschweizerinnen.ch – Die Pionierin trat nach 15 Jahren als Präsidentin zurück

Hauptversammlung des Vereins ostschweizerinnen.ch – Die Pionierin trat nach 15 Jahren als Präsidentin zurück

Der Jahresbericht 2015 von ostschweizerinnen.ch ergibt einen farbigen und inhaltsreichen Einblick in das gesellschaftspolitische Schaffen, rund um Gleichstellung von Mann und Frau. Enormes wurde diesbezüglich wieder geleistet: unter anderem die Teilnahme an der Demo zur Lohngleichheit in Bern, die Ostschweizer FrauennetzwerkTagung in St. Gallen, oder der Relaunch der neuen Website.

«Wie wir so vieles mit nur fünf Vorstandsmitgliedern zustande gebracht haben, ist auch für mich manchmal ein Rätsel», sagt Erika Bigler. Die Frau der ersten Stunden ist es gewohnt, einen Schritt um den anderen weiterzugehen, denn nur so komme man schliesslich ans Ziel. Doch ohne die Hilfe anderer tatkräftiger Frauen, stünde die Pionierin dennoch alleine da. Das ist ihr bewusst. Und weil sie stets auf die Unterstützung der anderen Vorstandsfrauen zählen durfte, konnte sie sich nun definitiv dazu entschliessen, jüngeren Frauen den Platz freizumachen – einen Schritt, den sie seit Jahren anstrebte und vor zwei Jahren definitiv beschloss.

Eine Nachfolgerin der Präsidentin ist noch nicht in Sicht, dafür aber ein Vorstand, der innerhalb der organisatorischen Arbeit in den letzten Jahren, zusammengerückt und über sich selber hinausgewachsen ist. Allen voran wird die Finanzfrau und frisch gewählte Vizepräsidentin, Nelly Grubenmann, künftig das Heft noch fester in den Händen halten, zusammen mit Kommunikationsfrau Uta Bestler, Aktuarin Yvonne Ziegler und Vorstandsfrau Michelle Kast. Eine mögliche Präsidentin wird gesucht und innerhalb einer späteren, ausserordentlichen Hauptversammlung den Mitgliedern zur Wahl empfohlen, zusammen mit der offiziellen Verabschiedung und Würdigung des 15jährigen Engagements der Pionierpräsidentin Erika Bigler.

Politischer werden

Eine «Mutter» bleibt ihrem «Kind» natürlich ihr Leben lang treu, so auch Erika Bigler, die seit zwei Jahren die Redaktion des Magazins ostschweizerinnen.ch als Leiterin betreut. Mit dem Kernstück der Netzwerkplattform hat sie noch Grosses im Sinn. Insbesondere aber, sollen vermehrt auch jüngere Frauen, Sinn und Zweck der Online-FrauenVernetzungsWerkstatt erfahren, also jene, die glauben, schon längst  gleichgestellt zu sein. «Bis auf die Lohngleichheit natürlich, doch diese Kröte wird halt zähneknirschend geschluckt», so die Rote Zora der Ostschweizer Frauen, wie man Erika Bigler auch hier und dort nennt.

Ein Schwerpunkt von ostschweizerinnen.ch sind immer auch die Wahlen. Auch diesbezüglich ist ostschweizerinnen.ch unter dem Motto «Frauen wählen Frauen» schon seit Jahren aktiv . «Frauen gehören ins Haus – ins Stadthaus, ins Rathaus, ins Bundeshaus», fasste Slam-Poetin Patti Basler im gemütlichen Teil der Hauptversammlung gekonnt ihre frechen Ausführungen zusammen und setzte damit das I-Tüpfelchen auf das Programm.

 

Bild: Die scheidende Vereinspräsidentin, Erika Bigler (links), wird von der neuen Vizepräsidentin Nelly Grubenmann geehrt.

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