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Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen: Schlicht und einfach C.A. Liner

Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen: Schlicht und einfach C.A. Liner

Carl August Liner (1871 – 1946) ist berühmt für seine Landschaftsbilder und Portraits der Menschen im Appenzellerland. Die Sonderausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen (HVM) wirft neue Blicke auf den lange Zeit in München lebenden und arbeitenden Künstler. Im Mittelpunkt steht seine Druckgrafik. Denn mittlerweile ist klar, dass Liners Werdegang als Grafiker viel bedeutender ist, als bisher angenommen.

Liner war einer der Pioniere der modernen Druckgrafik und des Werbeplakats. Die Ausstellung im HVM kam zustande durch die «Stiftung Landhaus Unterrain- Carl und Katharina Liner, Appenzell», in Zusammenarbeit mit dem HVM und dauert noch bis zum 14. April 2019.

Ausgerechnet Liners Druckgrafiken

Laut Sabine Hügli, Kuratorin der Liner-Ausstellung, gibt es verschiedene Gründe, warum diese im HVM präsentiert wird. «Einer der Gründe ist, dass wir vor einigen Jahren ‘Faszination Farbholzschnitte’  mit Martha Kunz Exponaten gezeigt haben, bei der Liner schon ein Thema war. Liner war ein Kollege von Martha Kunz. Und Liner war St. Galler, er wurde nämlich in Tablat geboren», erklärt Sabine Hügli. Darüber hinaus habe sich Dr. Daniel Studer längere Zeit mit dem Thema befasst.

Liners Gesamtwerk umfasst unter anderem Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken. Darunter fallen Radierungen, Lithografien, Holzschnitte, schwarz/weisse und farbige. Im Ausstellungsraum wurde Liners Atelier naturgetreu nachgebaut. Gemälde von feinen Damen sind ebenso zu finden, wie auch eine ganze Serie von Holzschnitten, die Ziegen auf unterschiedlichste Art zeigen. Dazu gibt es eine Reihe Landwirtschafsszenen mit Figuren wie der Mäher oder der Senn am Butternapf. Doch auch Kinder und Frauenportraits reihen sich ein. Sogar den Komponisten Richard Wagner hat der Künstler in einem Schwarz/weiss-Holzschnitt festgehalten. In seiner späteren Lebensphase hat Liner bekanntlich nur schwarz/weisse Holzschnitte hergestellt. Ein reizvolles Ölbild mit dem Titel «Blick von der Vögelinsegg zum Bodensee» fällt beim Rundgang besonders in Auge. Und da sind noch verschiedene Werbeplakate, wie die Einladung zur GSMBA 1919, zur kantonalen Landwirtschaftsausstellung St. Gallen 1909 oder zum Eidgenössischen Unteroffiziersfest in St. Gallen 1911.

Mehr Informationen durch Rahmenprogramm

Einen guten-Überblick leistet die Begleitpublikation «Carl August Liner- Die frühe moderne Druckgrafik». Zum Gesamtbild trägt auch das weiterführende Rahmenprogramm bei, mit

  • Kultur am Feierabend: 9.1. um 18 Uhr,um 1900 Druckgrafiken als Kunst und Selbstmarketing» mit Sabine Hügli
  • Kultur am Sonntag 17.2. und 31.3. 2019, jeweils um 11 Uhr «Von Geissen und feinen Damen» und am Sonntag, 10.3., 11 – 12 Uhr der Familienanlass «Appenzeller Tänze» mit Dina Langenegger

Informationen über Carl August Liner finden Sie auch im Buch von Kunsthistorikerin Sabine Hügli-Vass, erhältlich im Verlagshaus Schwellbrunn

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