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In Herisau führt der Weg barfuss zum Ziel

In Herisau führt der Weg barfuss zum Ziel

Vom Frühling bis Ende Sommer macht der neue mobile Barfussweg beim Psychiatrischen Zentrum Herisau auf sich aufmerksam. Dabei handelt sich um keinen alltäglichen Barfussweg, sondern um eine Besonderheit.

 

«Die Patientinnen und Patienten sollen die Möglichkeit haben, ohne therapeutische Begleitung, wann immer es ihnen gefällt, sich spielerisch mit dem Humus, der Erde, zu verbinden», so der Wunsch des Initiators und Klinikseelsorgers, Jürgen Kaesler. Er ist auch Präsident des Appenzellischen Hilfsvereins für Psychisch Kranke.

«Vom Etymologischen her hat Humus eine Verbindung zu Humilitas (lat) Demut. Wer erdverbunden ist, der hat eine natürliche Demut und ist mit dem Leben besser verbunden: man begreift sich stärker als ein verdanktes Wesen, das nicht alles selbst machen kann, eine Facette der Demut. Das stand im Hintergrund meiner Überlegungen», erläutert Jürgen Kaesler.

Mobiler Barfussweg

Jürgen Kaeslers Idee, einen besonderen Barfussweg zu realisieren, konnte in Zusammenarbeit mit der Gärtnerei des Psychiatrischen Zentrums Herisau PZA umgesetzt werden. Für das Sponsoring war der Appenzellische Hilfsverein für Psychisch-Kranke zuständig. Der Barfussweg ist in verschiedene Posten unterteilt. Acht Böden sind belegt mit Tannzapfen, Stöckli, Sand, Heu, Rasenschnitt, runden Steinen, Split und Rindenmulch. Jeder Grund hat eine spezielle Bedeutung. Bei den Terrain-Posten heisst es beispielsweise: «Auf den Stellriemen gehen, Balance halten, das Ziel im Blick». Er ist ein grosser Feldstein und steht für grosse Hindernisse, die auf dem Weg liegen und die es zu überwinden gilt.

Am ersten Juni-Mittwoch wurde auf dem Areal des Psychiatrischen Zentrums beim Restaurant der Barfussweg eröffnet. «Alle sind eingeladen auf den verschiedenen Feldern mit philosophisch-religiösen Betrachtungen in physischen Kontakt mit der Erde und verschiedenen Naturmaterialien zu kommen» wurde im Pfarrblatt dazu eingeladen. Zur Einweihung wurde Kaffee und Kuchen serviert und der Wärme mit dem Genuss von  kühlender Glace getrotzt.

Bilder und Links: Tagblatt herisau24.ch

Der Appenzellische Hilfsverein für Psychischkranke geht auf das Jahr 1877 zurück. Seither hat der Hilfsverein als Pionier gewirkt und viele Institutionen ins Leben gerufen, die der Heilung und Integration von psychisch erkrankten Menschen dienen. Nebst anderen Institutionen, kamen die Leistungen nun dem Psychiatrische Zentrum in Herisau zugute.

 

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