
So war es- Leben als Bauersfrau
In den 40er und 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, in den Kriegs- und Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges, hatte sich das Leben auf unserem Kontinent grundlegend verändert. Das bekamen auch die Menschen im Appenzellerland zu spüren. Zu Kriegsende am 8. Mai 1945 war die Autorin Elsi Sturzenegger fünf Jahre alt. Die Kriegsjahre hat sie allenfalls teilweise bewusst erlebt. Über die Jahre danach erzählt sie in Episoden aus ihrem Leben , das sich vorwiegend im Appenzeller Hinterland abspielte.
Trotz der ärmlichen Verhältnisse ihrer Familie erlebte Elsie eine glückliche Kindheit. Sie berichtet zum Beispiel vom unsichtbaren Storch, vom ersten Schultag oder als Schuhe Luxus waren und die Keilhosen in Mode kamen. Wichtig waren ihr vor allem auch die guten Freundschaften in ihrer Kindheit und Jugend. „So war es“ gibt der Leserschaft einen Anstoss auf die eigene Kindheit zurück zu schauen.
“Der Duft vom dürren Heu“ lautet der Titel des ersten Buchs von Elsi Sturzenegger, mit dem Untertitel „ Erinnerungen an den Neuanfang auf Girtannen 1968”. Nach Jahren des angestellt Seins übernahmen die Sturzeneggers den Bauernhof Girtannen im ausserrhodischen Wald. Von nun an galt es, die Zeit selber einteilen und die Verantwortung für den Familienbetrieb zu übernehmen. Die Autorin erzählt von ihrem Leben als Bauersfrau und als Frau des Wälder Gemeindepräsidenten. Sie schreibt von Freud und Leid des Landwirtedaseins, vom regionalen Zeitgeschehen. Vieles musste einfach mal von der Seele geschrieben werden. Die Autorin war der Meinung, das Buch interessiere vor allem Leute mit bäuerlichem Hintergrund. Doch ein breiteres Publikum findet sicher Gefallen daran.
Beide Bücher, “So war es” und “Der Duft vom dürren Heu” sind in der edition punktuell, Verlagshau Schwellbrunn erschienen.