
Weihnachten und Krippen im Landesmuseum Zürich
Die traditionelle Krippenausstellung im Landesmuseum präsentiert auch dieses Jahr 18 Krippen aus aller Welt, dazu gibt es wie immer ein vielfältiges Rahmenprogramm zur Freude der ganzen Familie. Die Ausstellung dauert bis zum 4. Januar 2026.
In diesem Jahr wird das Augenmerk speziell auf den Raum gerichtet, der die Heilige Familie umgibt. In der Krippenszene findet man das Jesuskind in Grotten und Höhlen, Ruinen, Ställen, Wohnhäusern, in einen Winterwald oder sogar in einer Kathedrale.
Im Zentrum einer Krippenszene steht die Heilige Familie. Wer und was sie umgibt, hat starke Symbolkraft, so auch die Unterbringung des Jesuskindes. Die Bibel verbindet nicht die Geburt Jesu mit keinem konkreten Ort, sondern weist lediglich darauf hin, dass Maria das Neugeborene in eine Futterkrippe legte, «weil in der Herberge kein Platz für sie war». Diese Offenheit inspirierte Kunstschaffende und Krippenbauer seit Jahrhunderten, ganz unterschiedliche Räume für das Weihnachtsgeschehen zu schaffen.
Die Krippenausstellung rückt jedenfalls die Vielfalt der Räume und Gebäude in den Mittelpunkt, die die Heilige Familie umgeben. Jede Krippe erzählt nicht nur von der Geburt Christi, sondern auch von kulturellen Prägungen und handwerklicher Tradition.
Werke aus Europa, Südamerika, Afrika und Asien lassen erkennen, wie sich der christliche Glaube mit regionalen Materialien, Symbolen und künstlerischen Ausdrucksformen verbindet. Besonders gut kann man das an einer zwischen 1960 und 1980 entstandenen Krippe aus Peru feststellen, wo die Geburt Jesu in einer Felshöhle stattfindet. Auf dem Dach der Höhle befindet sich ein Geistheiler, der die Geister anruft. Hier liegen indigene und christliche Religionen nahe beieinander und schliessen sich nicht aus.
Landesmuseum Zürich
Museumstrasse 2
8001 Zürich
Tel. 044 218 65 64
Bilder: Landesmuseum / Text: Elke Baliarda, langjährige Redaktorin