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20 Ostschweizerinnen sind im Museum Herisau für eine Sonderführung eingeladen – letzte Plätze sichern!

20 Ostschweizerinnen sind im Museum Herisau für eine Sonderführung eingeladen – letzte Plätze sichern!

1896 erschien zum ersten Mal das Heinrichsbader Kochbuch von Luise Büchi. Es bildete die Quintessenz ihrer Koch- und Haushaltungskurse im Kurhaus Heinrichsbad in Herisau. Eine Sonderausstellung im Museum Herisau beschreibt die Arbeit der fleissigen Hausmütterchen mit dem beliebten Kochbuch im Laufe der Zeit. 20 Mitglieder von ostschweizerinnen.ch werden vom Kurator am 17. November persönlich durch die Ausstellung geführt.

Das Heinrichsbader Kochbuch wurde zu einem «Longseller» und immer wieder neu aufgelegt. Herisau bildete im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts überhaupt einen «Hotspot» für neue Ideen zur hauswirtschaftlichen Ausbildung. So erschien hier 1860 auch erstmals der Klassiker «Das fleissige Hausmütterchen» von Susanna Müller. Von Bedeutung ist auch das Wirken von Heinrich und Anna Volkart-Schlatter.

Die neuen Kochbücher, die heute fast täglich erscheinen, sind das Resultat einer Entwicklung, die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts begann. Mit den Bestrebungen zur Hebung von Volksgesundheit und Hygiene kam der richtigen Zubereitung ausgewogener Mahlzeiten ein immer höherer Stellenwert zu. Die Kampagnen wären ohne die notwendige Literatur in Form von Kochbüchern und hauswirtschaftlichen Ratgebern allerdings erfolglos geblieben.

Von besonderer Bedeutung war das «Heinrichsbader Kochbuch», das zwischen 1896 und ca. 1930 in zwanzig Auflagen erschien und einen umfassenden Überblick über die bürgerliche Küche vermittelte. Es wurde laufend aktualisiert und ergänzt. Autorin ist Luise Büchi, die Leiterin des Kurhauses Heinrichsbad in Herisau. Sie führte im Winterhalbjahr 1882/83 erstmals einen Kochkurs durch, der unter anderem grosses Lob von Susanna Müller erhielt. Mehr als 1500 junge Frauen erhielten danach im Heinrichsbad das Rüstzeug für Kochen und Hauswirtschaft.

Die genannte Susanna Müller ist die eigentliche Pionierin der neuen Koch- und Haushaltsbücher für eine breite Bevölkerung. Die Erfolgsgeschichte ihres Ratgebers «Das fleissige Hausmütterchen» begann 1860 in Herisau im Verlag von C. J. Meisel. Besonders die «einfache Hausfrau» und den Unterricht in den Volksschulen im Auge haben Heinrich und Anna Volkart-Schlatter aus Herisau. Ihr «Koch-, Haushaltungs- und Gesundheitsbüchlein» erlebt ab 1898 ebenfalls mehrere Auflagen. Ausgehend von diesen drei Werken wirft die Ausstellung auch einen Blick auf die hauswirtschaftliche Ausbildung. Es mag erstaunen, dass in den Schulen im Kanton Appenzell Ausserrhoden der Handarbeitsunterricht noch im 19. Jahrhundert obligatorisch wurde, die Kochschule dagegen bis etwa 1970 den Gemeinden überlassen blieb.

 

20 Mitglieder von ostschweizerinnen.ch sind am Samstag, 17. November, 14 Uhr, zu einer Sonderführung ins Museum Herisau eingeladen. Treffpunkt ist um 13.45 im Museum am Platz bei der evangelischen Kirche. Der Nachmittag wird anschliessend bei Kaffee und Kuchen und Plauderei beschlossen. Anmeldungen bis Sonntag, 4. November an kontakt@ostschweizerinnen.ch. Die ersten 20 Angemeldeten sind dabei!

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