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Unglaublich, was alles durch Wegwerfen entsorgt wird

Unglaublich, was alles durch Wegwerfen entsorgt wird

Es war ein emsiges Kommen und Gehen am nationalen CleanUp Day in Oftringen. Die Fünftklässler suchten nach Einsatzplan die Plätze ab und sammelten Abfall.  Freiwillige Viertklässler übernahmen danach das Sortieren.

 

Lea, Hana, Öykü und Emma hatten den Einsatzplan um den OBI und die Kirchstrasse zugeteilt bekommen. Sie erzählten, wie wichtig ein CleanUp Day sei, wie Abfall abstossend wirke, die Gegend verschandele und zudem nicht abgebaut werden könne, während sehr langer Zeit – wenn überhaupt.

Die vier Mädchen erstaunten durch ihr grosses Wissen, rund um das Thema und zeigten keinerlei Verständnis für Abfallsünder. «Es ist schon traurig, wie viel Dreck herumliegt», meinte Lea, die gleich den Lead als Kommunikatorin übernahm. Sie gebe zu, dass es ihr vorher auch nicht aufgefallen sei, wie viel herumliege. PET, Holz, Plastik, Papier, Mac Donalds-Abfall, Esswaren und «ein Sack voller Erbrochenem», hätten die Girls gesammelt, wobei Letzteres eigentlich nicht bis zum Sammelort. Dies hätten sie im Abfalleimer unterwegs entsorgt. Man stelle sich vor, es habe in der Nähe des «Fundes» Abfalleimer gehabt. «Und die Leute werfen alles einfach ins Freie», fügte eines der Mädchen an und runzelte die Stirn.

Weitere Gruppen kamen, teilweise mit Velo ausgerüstet, zur Sammelstelle bei den Primarschulhäusern 1 und 2  Sie hatten auch grösseres Fundgut dabei: Armierungseisen, ein zerbrochenes Trottinette, ein Schirm und allerhand Bauabfall. «Die schweren Betonsäcke konnten wir nicht mitnehmen», erzählten sie. Man habe das weitergeleitet. Lehrkraft Hans Wyss sammelte mit seinen Schülern im Wald. «Strahlender Abfall», scherzte er, als er den Abfallberg sah, doch nur um gleich ernsthaft zu erklären, dass der «noch strahlendere Abfall» ja jetzt wieder Thema sei und gar nicht so weit entfernt.

Nerven gefragt

«Wir durften nur öffentliche Plätze räumen», erzählten Mara, Aurora, Cindy, Daria und Teona und zeigten die Karten. Privatgrund zu betreten sei verboten, auch wenn man nur Abfall sammle. Die Lehrperson habe das so gesagt und man halte sich daran. Man sei von Passanten gelobt worden, freuten sich Olivier und Aidin. Ein Mann hatte einer Gruppe sogar einen Eistee zum Dank geschenkt. «Dürfen wir diesen behalten und trinken?», fragten die Mädchen die Lehrkraft brav und als diese bejahte, genossen sie ihren Lohn. Und selbstverständlich wurden die leeren PET-Fläschchen dann gleich im PET-Sammelsack entsorgt.

Abwart Samuel Abraham beobachtete sie lächelnd. Er und Stefan Reist, ebenfalls einer der drei Abwarte, begleiteten das Sortieren. Dieser Job war Knochenarbeit und nicht für jedermann. Lehrkraft Thomas Leitlein hatte dies wohl geahnt und darum nur Freiwillige geschickt. Schulassistentin Tülay Kavla beriet die Jungs vor Ort – Mädchen wollten sich fürs Sortieren keine melden – und sie beteiligte sich auch beim Sortieren aktiv. Eine Abwechslung sei es jedenfalls im Schulalltag und sinnvoll noch dazu, sagte sie. Und schon musste sie die sich stark gebenden Jungs beruhigen: «Das sind ja nur Käfer im Sortiergut, die tun uns nichts».

Am 17. September 2022 findet der World Cleanup Day statt, die grösste Bottom-Up-Bürgerbewegung der Welt zur Beseitigung von Umweltverschmutzung und Plastikmüll. 

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